Italien Rückblick

Italien im RückblickItalien wird oft nur mit den speziellen italienischen Speisen, dem Papst, sowie die Mafia reduziert. Die Geschichte Italiens ist jedoch viel Umfangreicher. Bereits vom dritten Jahrhundert vor, bis ins fünften Jahrhundert nach Christus, mit Rom als Hauptstadt, gehörte Italien zu dem Römischen Reich. Italien, mit knapp 60 Mio. Einwohnern, liegt am Mittelmeer und gehört mit seinen drei Inseln Elba, Sizilien und Sardinien zu Europa. Im 6. Jahrhundert nach Chr. wurde die Herrschaftsform in eine Königsherrschaft und schließlich zum Kaierreich gewandelt. Die vielen unterschiedlichen Völker und Sprachen entwickelten sich als Imperium (grenzenloses Reich), da unter anderem keine eindeutige Grenze zum Byzantinischen Reich noch zur vorrömischen Epoche erfolgen konnte.

Es folgte die Spätantike und das Mittelalter, die Kultur der Ranaissance, die frühe Neuzeit bis hin zum Wiener Kongress. Anschließend folgten die nationale Einigung, das Königsreich und schließlich der erste Weltkrieg. Im ersten Weltkrieg erklärte Italien seine Neutralität des Landes, obwohl es formell durch einen Dreibund an Deutschland und Österreich gebunden war. Italien besetzte Südtirol bis hin zum Brenner. Geplant war außerdem die Offensive gegen das Deutsche Reich, welches jedoch durch den Waffenstillstand der Westfront nicht erfolgte. Im ersten Weltkrieg war Italien noch an der Albanien-Besetzung beteiligt.
Im zweiten Weltkrieg hingegen hielt sich Italien, durch nicht ausreichend gerüstete Streitkräfte zunächst zurück. Ein späterer Angriff gegen das bereits geschlagene Frankreich stoppte bereits in den Alpen.
Eine spätere Aufdeckung von Terrorismus und Massaker löste 1990 die Gladio-Affäre aus. 1992 lösten sich, aufgrund vom Ende des Kalten Krieges und der Auflösung des Ost-West-Konfliktes, die politischen Blöcke auf. Es entstand eine Neuordnung der Parteilandschaft mit Neugründungen von Parteien. 1997 wurden Reformen im Bereich der Streitkräfte eingeleitet, welche im Juni 2005 durch eine Aussetzung der Wehrpflicht angepasst wurde. Die Staatsfinanzen leiden aufgrund der hohen Quote an Steuerhinterziehungen weiterhin.
In finanzieller Sicht kann man Italien in drei Gebiete unterteilen. In der nördlichen Hälfte ist die Arbeitslosenquote sehr niedrig. In Mittelitalien konnte ein Rückgang der Arbeitslosenzahl erzielt werden. Die südliche Hälfte Italiens hingegen liegt ca. 75% unter dem europäischen Durchschnitt. Dies liegt mit an der hohen Kriminalitätsrate, die sich wiederrum insgesamt auch negativ auf die Wirtschaft auslöst. Staatspräsident zum jetzigem Zeitpunkt ist Giorgio Napolitano.

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